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Hitzeschlacht für Mensch und Maschine bei der Formel-1-Generalprobe
Mittwoch, den 11. Juni 2014 um 13:03 Uhr
Red Bull Ring 2014
Hochsommerliche Hitze forderte von den Fahrern und von den Rennwagen der ADAC ProCar an diesem Rennwochenende alles. Das mini-racing-team.de von Fahrer Dirk Lauth war diesmal bei Glatzel-Racing zu Gast und konnte diese perfekte Infrastruktur am Wochenende nutzen. Der Red-Bull-Ring, wunderschön gelegen, ist zumindest baulich bereit für die Formel 1, organisatorisch muß sich noch einiges tun, damit die Formel 1 hier nächste Woche einen gelungenen Einstand feiern kann.

Zumindest beim Qualifying am Samstagmorgen herrschten noch annehmbare Temperaturen, so dass hier auch die Motoren noch nicht allzu heiss wurden. Mit Startposition 5 ging es dann beim überraschend frühen fliegenden Start in der Hitze des Nachmittags auch auf der Strecke heiß her. Vor der ersten Kurve auf P3 in der Div. 3 liegend, wurde Dirk Lauth dann von Kai Jordan innen passiert. Im weiteren Verlauf kam es zu einem rundenlangen, umkämpften aber dennoch fairen Duell zwischen Littig und Lauth um P4, was sich meist zum Turn 2 nach dem Windschattenduell zuspitzte. Dabei kam es auch zu mehrmaligem Berührungen und dann im weiteren Verlauf zum Platztausch. Bis zur letzten Runde blieb die Nummer 44 in Schlagdistanz zu Henry Littig, der dann in der Bergab-Kurve 3 beim Anbremsen in Probleme geriet und in der Folge im Kiesbett sein linkes Vorderrad verlor, aber dennoch Siebenter wurde.

Das Qualifying am Sonntagmorgen musste leider eine Stunde später starten, da mehrere Meter Leitplanke nach einem Unfall beim Warm-up der GT-Masters repariert werden mussten. Für Lauth reichte es wieder zu Startposition P5. Der stehende Start war nicht perfekt, aber die Position wäre haltbar gewesen, wenn nicht in der ersten Kurve ein Fahrzeug der Div. 1T in Schwierigkeiten geraten wäre. Um einen Unfall zu vermeiden musste Lauth und Jordan vom Gas, so dass Littig und Wagner jeweils überholen konnten. Nach einer Safety-Car Phase aufgrund eines Motorplatzers kam es dann zum Dreikampf Littig-Wagner-Lauth, der mehrfach durch sich „einmischende“ Fahrzeuge der stärkeren Division 1 „gestört“ wurde. Schliesslich kämpfte sich die 44 noch am Österreicher Bernhard Wagner vorbei und kannte damit das Rennen auf P5 beenden.

„Ich habe schon einige Hitzerennen erlebt, aber das Wochenende hier am Red-Bull-Ring hat uns allen alles abverlangt. Viele MINIs hatten mit überhitzten Motoren zu kämpfen. Ohne Handschuhe konnte man im MINI nichts mehr berühren ohne sich zu weh zu tun, da man mit voller Heizleistung fahren musste, um den Motor zu kühlen.“ erklärte der sichtbar erschöpfte Dirk Lauth.

Zur Halbzeit der Deutschen Tourenwagen Challenge / ADAC Pro Car liegt der mit vielen technischen Problemen in den ersten 5 Rennen gestartete Berliner auf Platz 4 der Gesamtwertung, allerdings schon mit deutlichem Abstand zu Tekaat, Kirsch und Jordan auf den ersten 3 Plätzen der Division 3. Der Abstand zu den nachfolgend Platzierten Wagner und Littig beträgt nur 2 bzw. 3 Punkte. Stolz kann das kleinste Team der ADAC ProCar auch auf P4 in der Teamwertung sein, da es ja dort nur mit einem Auto gewertet wird. In der divisionsübergreifenden Gentlemenwertung belegt Dirk Lauth mit seiner 44 den 2. Platz.

Das verspricht eine heiß-umkämpfte 2. Saisonhälfte, die ja schon nächste Woche im Rahmen des 24-Stunden-Rennens an der Nürburgring/Nordschleife fortgesetzt wird.

 

Motorisierung

MINI John Cooper Works Performance Motor

  • Vierzylinder-Reihenmotor mit Twin-Scroll-Turbolader und Benzin-Direkteinspritzung
  • vorn quer eingebaut
  • Rennsport-Abgasanlage

Eckdaten

  • Hubraum: 1598 cm3
  • Leistung: 155 kW/211 PS
  • max. Drehmoment: 260 Nm
  • Kraftübertragung: Frontantrieb, Sechsgang-Handschaltgetriebe

Fahrwerk

Fahrwerk

  • Einzelradaufhängung, McPherson-Federbeine vorn,Zentrallenker-Hinterachse, EPAS (Electrical Power Assisted Steering)
  • 17 Zoll-Aluminiumfelgen (Borbet) im MINI CHALLENGE Design
  • in Zug-Druckstufe einstellbare Stoßdämpfer (KW Automotive), verstellbare Federbein-Domstrebe vorn
  • Rennsport-Bremsanlage, rennspezifische ABS-Konfiguration
  • Sperrdifferenzial, Rennsport-Reifen (Dunlop)

Karosserie

Karosserie

Heck
  • John Cooper Works Aerodynamik Paket
  • verstellbarer Heckflügel
  • Heckdiffusor
  • Luftdruck-Hebevorrichtung zur Beschleunigung des Reifenwechsel-Vorgangs
  • min. Startgewicht: 1170 Kilogramm (einschließlich Fahrer)

Sicherheit

Sicherheit

interior
  • eingeschweißter Überrollkäfig
  • Sechspunkt-Sicherheitsgurt
  • automatische Feuerlöschanlage
  • Rennsportsitz inklusive Head And Neck Support(HANS)-System

Fahrleistungen

Fahrleistungen

Front
  • Beschleunigung (0-100 km/h) in 6,1 Sekunden
  • Höchstgeschwindigkeit: 240 km/h
  • Verzögerungswerte (100-0 km/h): 3,1 Sekunden bzw. 31 Meter