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MINI Challenge Rennen im Rahmen des 38. ADAC- 24h - Rennens auf der legendären Nordschleife
Montag, den 17. Mai 2010 um 20:37 Uhr
Bei echtem Eiffelwetter, d.h. Regen und Nebel bei morgens nur 5 Grad, absolvierte die MINI Challenge und die SEAT Leon Supercopa das Qualifying auf den 26 km der Nordschleife zzgl. des GP Kurses. Leider wurde dabei Martin Heidrich, nach seiner Aussage, von einem zu ungeduldigen SEAT-Fahrer im Schwedenkreuz von der Strecke geschubst. Folge : Totalschaden, aber zum Glück ist der Fahrer okay. Leider schaltet bei manchen Fahrern auf der Strecke das Gehirn aus, was leider auch später beim 24h rennen zu beobachten war. In der Summe beider Trainingsläufe sicherte sich Hendrik Vieth (GIGAMOT) überlegen die Pole Position vor Nico Bastian und Steve Kirsch.





Die Einführungsrunde vor den mehr als 200.000 Zuschauern um die gesamte Strecke trieb natürlich wieder so manchen Schauer über den Rücken, ein wirklich bewegendes Erlebnis als Rennfahrer.

Nach dem, nur bei diesem Rennen durchgeführten, fliegenden Start konnte sich Hendrik Vieth (GIGAMOT) sogleich absetzen und einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg einfahren. Bei widrigen nassen Bedingungen gab es wenige Überholmanöver. In der letzten Runde konnten aber Stefan Landmann (Lechner Racing) und Daniel "Maverick" Haglöf (GIGAMOT) auf der Döttinger Höhe im Windschatten an Hari Proczyk vorbeiziehen und so das Podium vervollständigen.

Steve Kirsch (Frensch Power Motorsport) konnte auf Platz 5 noch wichtige Punkte in der Meisterschaft sichern, in der Platz 1 bis 8 nur 20 Punkte auseinander liegen.

Da auf der Nordschleife vor allem Erfahrung, also viele Runden zählen, differierten die Rundenzeiten im Feld um fast 1,5 min. Der Gefährlichkeit der Strecke zum Trotz erreichten aber alle Starter unversehrt das Ziel.

Dirk Lauth (Frensch Power Motorsport) konnte sich von Training zu Training steigern, eben Erfahrung sammeln. Von Position 14 gestartet verlor er beim verschlafenen Start an Franjo Kovac einen Platz, den er dann leider erst im Bergaufstück zur Hohen Acht überholen konnte, da war das Feld aber schon entschwunden. Zu dem vor ihm liegenden Reinhard Nehls (Casley International) machte er dennoch schnell Zeit gut und überholte ihn auf der Döttinger Höhe. In der 3. Runde konnte Nehls den MINI von Dirk Lauth im Windschatten an derselben Stelle wieder überholen. Danach machte Lauth auf der Nordschleife viel Druck und konnte sich am Eschbach an der Einfahrt zum Brünnchen den 12. Platz zurückerobern. Es gelang ihm bis zur Döttinger Höhe genug Vorsprung herauszufahren, daß ein Angriff im Windschatten für R. Nehls unmöglich wurde.

Fazit einiger Teilnehmer : "Überlebt und Auto ganz !"…das zeigt Respekt vor der Nordschleife, aber sie hat uns nicht besiegt.

Das 38. ADAC 24h Rennen, das nur wenige Stunden nach der MINI Challenge gestartet wurde, war spannend und brisant wie lange nicht. Zahlreiche Führungswechsel, Unfälle und Ausfälle prägten das Geschehen bei mittlerweile gutem Wetter. Nach 24 Stunden setzte sich BMW Motorsport mit einem BMW M3 GT 2 vor einem Ferrari F 430 GTC des Hankook-Teams und einem Audi R 8 LMS des Phoenix Racing durch. Die 2 gestarteten MINI des Schirra Teams (144 und 145) um Friedrich von Bohlen fielen leider beide, gut im Rennen liegend, nach Unfällen aus. Ein dritter Kompressor-MINI (138) konnte nach einem Unfall wieder repariert werden. Er beendete das Rennen auf Platz 114.

Auf die MINI Challenge wartet nun in 14 Tagen wieder die GT Masters auf dem Hockenheimring.

 

Motorisierung

MINI John Cooper Works Performance Motor

  • Vierzylinder-Reihenmotor mit Twin-Scroll-Turbolader und Benzin-Direkteinspritzung
  • vorn quer eingebaut
  • Rennsport-Abgasanlage

Eckdaten

  • Hubraum: 1598 cm3
  • Leistung: 155 kW/211 PS
  • max. Drehmoment: 260 Nm
  • Kraftübertragung: Frontantrieb, Sechsgang-Handschaltgetriebe

Fahrwerk

Fahrwerk

  • Einzelradaufhängung, McPherson-Federbeine vorn,Zentrallenker-Hinterachse, EPAS (Electrical Power Assisted Steering)
  • 17 Zoll-Aluminiumfelgen (Borbet) im MINI CHALLENGE Design
  • in Zug-Druckstufe einstellbare Stoßdämpfer (KW Automotive), verstellbare Federbein-Domstrebe vorn
  • Rennsport-Bremsanlage, rennspezifische ABS-Konfiguration
  • Sperrdifferenzial, Rennsport-Reifen (Dunlop)

Karosserie

Karosserie

Heck
  • John Cooper Works Aerodynamik Paket
  • verstellbarer Heckflügel
  • Heckdiffusor
  • Luftdruck-Hebevorrichtung zur Beschleunigung des Reifenwechsel-Vorgangs
  • min. Startgewicht: 1170 Kilogramm (einschließlich Fahrer)

Sicherheit

Sicherheit

interior
  • eingeschweißter Überrollkäfig
  • Sechspunkt-Sicherheitsgurt
  • automatische Feuerlöschanlage
  • Rennsportsitz inklusive Head And Neck Support(HANS)-System

Fahrleistungen

Fahrleistungen

Front
  • Beschleunigung (0-100 km/h) in 6,1 Sekunden
  • Höchstgeschwindigkeit: 240 km/h
  • Verzögerungswerte (100-0 km/h): 3,1 Sekunden bzw. 31 Meter