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Dirk Lauth auf s.i.g.- motorsport MINI (153) stundenlang bester MINI beim 24 h Rennen
Donnerstag, den 30. Juni 2011 um 12:13 Uhr
Zusammen mit nur 2 weiteren Piloten,Andy Glanc (Plauen) und Hitoshi Goto „Gots“ (Japan), startete Dirk Lauth bei seinem ersten 24 h Rennen auf der berühmten Nordschleife, der berühmt-berüchtigsten „Grünen Hölle“, der schönsten, aufregendsten, gefährlichsten Rennstrecke der Welt mit ihren über 100 Kurven und über 25 Kilometern.. Zahlreiche Werks-Teams der großen Hersteller waren im 210 Fahrzeuge umfassenden Feld am Start, u.a. BMW / MINI mit den speziell vorbereiteten R 59 MINI Coupé, als Weltpremiere. Weit über 200.000 Zuschauer bevölkerten den Streckenrand über Tage, einzigartig !


























In den Qualifikationen wurde das Fahrzeug noch einmal getestet und für die 24 h geschont, auch wenn es noch einige kleine Probleme gab, wie z.Bsp. die Beleuchtung für die Nacht-Stints. Dabei wurden dann die Xenon-Scheinwerfer eines StrassenMINI eines Teammitgliedes kurzerhand verbaut. Auf die Jagd nach einer Superrunde wurde verzichtet. Startplatz 158 von 210 war in diesem Feld der Ferrari, Porsche, Audi R8, Mercedes SLS, BMW M3, Aston Martin, Lexus usw. durchaus okay, da die erste Runde sowieso nicht entscheidend ist bei einem 24 h Auftritt. Gemeinsam mit dem AUDI R8 LMS Team von Abt, u.a. mit Timo Scheider (DTM Champion 2010), Ekström, Ludwig, Abt, Werner usw., war s.i.g. motorsport in Box 22 untergebracht.

Die Starts fuhren „Gots“ (153) und Ingo Gaupp (154), wobei sie die MINIs heil durch den Verkehr der ersten 2 Stunden brachten. Nach dem Wechsel auf Dirk Lauth (153) ging es mit guten, konstanten Rundenzeiten in der Wertung weiter nach vorn. Teilweise wurde Platz 89 angezeigt, natürlich auch durch Boxenstopps bedingt. Auch in der Klassenwertung (SP3T) ging es deutlich nach vorn, obwohl die MINI ca. 100 PS weniger haben, als die stärkeren Fahrzeuge der Klasse. Leider gab es in der vorletzten Runde des Stints einen Defekt am Qeuerlenkerlager vorne links, so daß das Team von s.i.g. motorsport um Teamchef Lothar Sausemuth diese aufwendige Reparatur in Rekordzeit vornehmen mußte. Leider verloren wir so ca. 5 Runden (55 min) und sackten wieder auf P 154 durch, bevor Andy Glanc wieder auf den Ring startete. Die weiteren Stints waren durch konstante Rundenzeiten auch in der Nacht (eine ganz besondere Erfahrung) geprägt. Leider kam es ab ca. 2 Uhr zu einem andauernden Leistungsabfall des Motors, was zu einem Verlust von ca. 45 s bis 1 min pro Runde führte. Ein Motorwechsel hätte uns aber wieder ans Ende des Feldes gespült, also wie es geht weiterfahren. Durch hervorragende Boxenstopps und die gute Performance der MICHELIN Reifen (Wechsel alle 4h) konnten wir uns in der Klasse nach 21 h auf P12 hocharbeiten und waren damit deutlich mehrere Runden vor den beiden Werks-MINI Coupés (146,147)und den anderen normalen Renn-MINIs im Feld, außerdem waren wir wieder in den Top100. Leider ereilte uns nur 2 Stunden vor der Zielflagge, trotz des unermüdlichen Einsatzes des s.i.g. motorsport Teams, die langsame Aufgabe unseres Motors. Dirk Lauth übernahm den MINI für den letzten Stint und schon auf dem Grand Prix Kurs war klar, extremer Leistungsverlust, der Turbo läuft nicht mit. Nach Analyse wurde ein gerissenes Turbogehäuse als Ursache festgestellt. Lange Gesichter machten sich breit, zumal die letzten Stints bei sommerlicher Hitze von Andy Glanc und Hitoshi Goto bei voller Heizung absolviert wurden, um den Motor zusätzlich zu kühlen und zu schonen. Bei Andy funktionierte sogar die Trinkflasche in der „schnellsten Sauna“ nicht. Alle, die Mechaniker, das ganze Team, die Fahrer hatten bis zur 22 Stunde alles für den gemeinsamen Erfolg gegeben und nun ein kleiner Riß im Turbo. Nach reiflicher Überlegung wurde beschlossen, den MINI abkühlen zu lassen um kurz vor Schluß der 24 Stunden noch einmal zu versuchen die letzte Runde zu schaffen. Denn beim 24h Rennen auf der Nordschleife MUSS ein Teilnehmer die Ziellinie überqueren um in die Wertung zu kommen – das war nun das MINImal-Ziel, denn im Klassement wurden wir durch die 2-stündige Zwangspause natürlich wieder nach hinten durchgereicht, schade nach dieser tollen Jagd.

Unter Applaus des Teams und weiterer Zuschauer setzte der waidwunde MINI 153, besetzt mit Dirk Lauth, aus der Boxengasse zur letzten Runde an. Daumendrücken, spontane Emotionsausbrüche, Gänsehaut-Feeling …. unter „Deckung“ des zweiten Team-MINIs, pilotiert von Martin Heidrich (154- Ingo Gaupp, Steffen Schmidt, Michael Mönch), der im Notfall schieben sollte gelang es den MINI noch einmal über diese emotionalen 25 km zu bewegen. Eine überwältigende Erfahrung mit applaudierenden 200.000 Fans, fahnenschwenkenden Streckenposten…….tausenden Teammitgliedern, von denen die Last der letzten 24 Stunden abfiel, aber auch der GEMEINSAM geschaffte Erfolg gegenwärtig wurde, dieses nervenaufreibende, materialfressende 24h Rennen geschafft zu haben.

Die Glücksmomente und Tragödien, dieses emotionale „Auf-und-ab“, dieses gemeinsame Zusammenschweißen der Teams aus Mechanikern, allen anderen Teammitgliedern und den Fahrern, die ALLE ZUSAMMEN ihr bestes gaben und erst so einen Start möglich machen, entluden sich nun. Unbeschreiblich die Gefühlsausbrüche starker Männer, das „In den Armen liegen“, die interne Champagnerdusche !!!

ERFOLG !!! MINIs im ZIEL nach 24 Stunden !!!

Danke an das gesamte Team von s.i.g. Motorsport (ich nenne hier absichtlich keine Namen, weil wirklich jeder in seiner Funktion auf seiner Position sein bestes gab), danke an meine beiden Teamkollegen Andy Glanc und Hitoshi Goto (es war toll mit Euch zu fahren !), danke an alle Streckenposten, Organisatoren und Mitarbeiter, die dieses Rennen erst ermöglichen, danke an alle die mir diesen Start ermöglicht haben !!!

Ach ja, P 125 von 210 Startern war es dann zum Schluß (nachdem uns ja 3 h Fahrzeit ca. 18 Runden fehlten) !

 

Motorisierung

MINI John Cooper Works Performance Motor

  • Vierzylinder-Reihenmotor mit Twin-Scroll-Turbolader und Benzin-Direkteinspritzung
  • vorn quer eingebaut
  • Rennsport-Abgasanlage

Eckdaten

  • Hubraum: 1598 cm3
  • Leistung: 155 kW/211 PS
  • max. Drehmoment: 260 Nm
  • Kraftübertragung: Frontantrieb, Sechsgang-Handschaltgetriebe

Fahrwerk

Fahrwerk

  • Einzelradaufhängung, McPherson-Federbeine vorn,Zentrallenker-Hinterachse, EPAS (Electrical Power Assisted Steering)
  • 17 Zoll-Aluminiumfelgen (Borbet) im MINI CHALLENGE Design
  • in Zug-Druckstufe einstellbare Stoßdämpfer (KW Automotive), verstellbare Federbein-Domstrebe vorn
  • Rennsport-Bremsanlage, rennspezifische ABS-Konfiguration
  • Sperrdifferenzial, Rennsport-Reifen (Dunlop)

Karosserie

Karosserie

Heck
  • John Cooper Works Aerodynamik Paket
  • verstellbarer Heckflügel
  • Heckdiffusor
  • Luftdruck-Hebevorrichtung zur Beschleunigung des Reifenwechsel-Vorgangs
  • min. Startgewicht: 1170 Kilogramm (einschließlich Fahrer)

Sicherheit

Sicherheit

interior
  • eingeschweißter Überrollkäfig
  • Sechspunkt-Sicherheitsgurt
  • automatische Feuerlöschanlage
  • Rennsportsitz inklusive Head And Neck Support(HANS)-System

Fahrleistungen

Fahrleistungen

Front
  • Beschleunigung (0-100 km/h) in 6,1 Sekunden
  • Höchstgeschwindigkeit: 240 km/h
  • Verzögerungswerte (100-0 km/h): 3,1 Sekunden bzw. 31 Meter