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Kommentar zu „MINI Challenge Deutschland geht 2012 nicht mehr an den Start“
Mittwoch, den 30. November 2011 um 15:12 Uhr
Wie eine Bombe, vollkommen unerwartet, schlug in der MINI-Szene die Presseerklärung von MINI Marketingchef Christian Ach ein, dass MINI Ihr Engagement in der MINI Challenge in 2012 einstellen wird.

Noch bei den offiziellen Rennberichten bei www.mini.de/news_events im Oktober wurde auf die nächste Saison 2012 bezuggenommen. Man verabschiedete sich „in die Rennpause“ und freute sich mit und für die Fans auf den Start der „MINI Challenge 2012“ (z. Bsp. Vorbericht: Finale am Salzburgring, Berichterstattung: Finale am Salzburgring ). Vielleicht hat man auch nur vergessen diese eigenen Statements schnell genug zu löschen, denn www.mini.de/challenge existiert schon nicht mehr.

Dafür kann man aber noch MINI Challenge TICKETS für 2012 bei MINI im Internet erwerben !!!!!

Noch vor einem Monat wurde beim Finale der MINI Challenge in Salzburg beim Extra - Teamchefmeeting der Terminkalender 2012 vorgestellt ( O-Ton: „Wir freuen uns, Euch schon so früh den Rennkalender für 2012 präsentieren zu können !“). MINI Verantwortliche stellten neue Technikpakete, u.a. ein Renn-DSC, vor, dass ab 2012 zum Einsatz kommen sollte. Es wurde auf mehrmalige Nachfrage einhellig bestätigt, dass die Serie mit den jetzigen Fahrzeugen bis 2013 (!!) gesichert ist. Es wurden noch Anfang November (!!) Formulare zur Bestellung von neuen Rennfahrzeugen für 2012 verschickt.

Zahlreiche Rennteams haben auf diese Zusagen hin enorme Investitionen getätigt und sind entsprechende Sponsorverpflichtungen eingegangen, haben zahlreiche Ersatzteile für die Saisonvorbereitung 2012 erworben und auch Rennfahrzeuge gekauft.

Durch die (rechtzeitig angekündigte !!!) Einstellung der SEAT Leon Supercopa und die zunehmende Attraktivität der MINI Challenge sind zahlreiche Fahrer und Sponsoren auf den MINI-Zug 2012 gesprungen, um jetzt derb heruntergestoßen zu werden. Das Starterfeld 2012 wäre durch diese Umstände wieder auf ca. 30 Fahrzeuge gewachsen…die MINI Challenge wäre DER Markenpokal in Deutschland gewesen.

Diese Umstände betrachtend kann man die offensichtlich ungeplante und plötzliche Entscheidung der BMW- und MINI-Verantwortlichen nicht nachvollziehen. Diese adhoc-Managemententscheidungen führen zu enormen Kosten für die Teams, Sponsoren und Fahrer, zur Gefährdung und dem Verlust von Arbeitsplätzen und Pleiten von kleinen Teams und letztendlich auch zu einem Vertrauensverlust des Kunden und zu einem sehr wohl durch die zahlreichen MINI-Fans registrierten Imageverlust.

Selbstverständlich kann sich ein Hersteller aus einer von ihm initiierten Rennserie zurückziehen, aber bitteschön geplant und nachvollziehbar, so dass die ehemaligen Partner nicht vor den Kopf gestoßen werden und nicht in die Irre geführt werden. Normalerweise gibt es im Umgang unter Geschäftspartnern verlässliche Regeln, die hier mit Füssen getreten wurden, aber auf Hauptversammlungen vorgebetet werden. Offensichtlich hat man hier in einem Milliardenunternehmen, mit derzeitigen Rekorderlösen, mal eben schnell was entschieden (vielleicht mußte auch Martin Tomczyks Gehalt aus irgendeinem Budget gezaubert werden) ohne auch weitere Konsequenzen zu betrachten.

„BE PART OF IT“ , „BE MINI“ und „Wir sind doch alle eine Familie“ werden damit leider als hohle Phrasen entlarvt. Aber eine Stellungnahme der BMW / MINI Verantwortlichen wäre wohl nicht zuviel verlangt, aber mit soviel Rückgrat rechnet wohl niemand. („Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, er kann gehen“). Trotz allem werden einige Kosten auf BMW/MINI zukommen, denn langfristige Verträge mit DUNLOP, die schon erfolgten Anmeldungen der MINI Challenge Termine bei den entsprechenden Rennevents usw. dürften zahlreiche Vertragsstrafen nach sich ziehen. In Anbetracht dieser Tatsachen wäre ein würdiges, geplantes Ende der Serie wohl die bessere Wahl für alle Beteiligten gewesen.

Zum Glück gibt es motivierte und motorsportbegeisterte Profis, so daß die Hoffnung eines „Independent MINI Cup Deutschland“ noch nicht begraben ist. Schließlich betreiben die Briten IHRE „MINI Challenge“ seit Jahren sehr erfolgreich ohne Unterstützung und dem „wechselhaften“ Wohlwollen eines Konzerns. Auch andere Alternative werden geprüft.

Also nicht den Mut verlieren, Daumen drücken und vielleicht auch mal ein Statement bei Facebook „MINI Challenge“ oder „mini-racing-team.de“ abgeben !

 

Motorisierung

MINI John Cooper Works Performance Motor

  • Vierzylinder-Reihenmotor mit Twin-Scroll-Turbolader und Benzin-Direkteinspritzung
  • vorn quer eingebaut
  • Rennsport-Abgasanlage

Eckdaten

  • Hubraum: 1598 cm3
  • Leistung: 155 kW/211 PS
  • max. Drehmoment: 260 Nm
  • Kraftübertragung: Frontantrieb, Sechsgang-Handschaltgetriebe

Fahrwerk

Fahrwerk

  • Einzelradaufhängung, McPherson-Federbeine vorn,Zentrallenker-Hinterachse, EPAS (Electrical Power Assisted Steering)
  • 17 Zoll-Aluminiumfelgen (Borbet) im MINI CHALLENGE Design
  • in Zug-Druckstufe einstellbare Stoßdämpfer (KW Automotive), verstellbare Federbein-Domstrebe vorn
  • Rennsport-Bremsanlage, rennspezifische ABS-Konfiguration
  • Sperrdifferenzial, Rennsport-Reifen (Dunlop)

Karosserie

Karosserie

Heck
  • John Cooper Works Aerodynamik Paket
  • verstellbarer Heckflügel
  • Heckdiffusor
  • Luftdruck-Hebevorrichtung zur Beschleunigung des Reifenwechsel-Vorgangs
  • min. Startgewicht: 1170 Kilogramm (einschließlich Fahrer)

Sicherheit

Sicherheit

interior
  • eingeschweißter Überrollkäfig
  • Sechspunkt-Sicherheitsgurt
  • automatische Feuerlöschanlage
  • Rennsportsitz inklusive Head And Neck Support(HANS)-System

Fahrleistungen

Fahrleistungen

Front
  • Beschleunigung (0-100 km/h) in 6,1 Sekunden
  • Höchstgeschwindigkeit: 240 km/h
  • Verzögerungswerte (100-0 km/h): 3,1 Sekunden bzw. 31 Meter