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MINI Rennbericht Hockenheimring DTM
Freitag, den 06. Mai 2011 um 12:58 Uhr
Nach langen Monaten des Wartens begann die MINI Challenge mal wieder als Gast bei der DTM, in die ja in 2012 das Mutterhaus BMW wieder einsteigt.
Der amtierende MINI Challenge Meister 2011, Hendrik Vieth, setzte auf seiner "Siegstrecke" auch gleich wieder ein Zeichen mit der Pole-Position gefolgt von Fredrik Lestrup (SWE-Casley international) und Nico Bastian (D-GIGAMOT). Eine hervorragende P 5 erkämpfte sich der starke Gentleman Martin Heidrich.

Rennen 1 wurde dann in derselben Reihenfolge der ersten 3 beendet, während es auf den folgenden Plätzen doch einige Rangeleien gab.

Besonders die Neulinge fielen negativ auf. So drehte Maciek Steinhof (P-Team Polska), den auf P4 liegenden Heidrich, so daß dieser 4 Positionen verlor und damit der Gentlemanpokal an Henry Littig ging. Steinhof bremste dann später eingangs der Mercedes-Arena viel zu spät und traf Steve Kirsch vorne links, worauf dieser 2 Plätze verlor und P6 erreichte, was ihm allerdings die Pole für R2 sicherte. Steinhofs MINI rollte sich noch über die Motorhaube Kirschs ab, so das gerade noch ein Überschlag verhindert wurde, mußte aber seinen MINI abstellen. Die Rennkommissare untersuchten die Vorfälle und bestraften Steinhoff. Dirk Lauth (D-Frensch Power Motorsport) kämpfte wie immer mit dem Hockenheimring im trockenen, konnte mehrere Fahrer im Verlauf der ersten Runden überholen, hatte aber regelmäßig auf der Parabolika und beim folgenden Ausbeschleunigen aus der Spitzkehre das Nachsehen, P12. Cora Schumacher (D-Piro Sports/ BESAPLAST) war sehr gut vorbereitet und konnte mit Ihrem sehr schnellen MINI P 11 erreichen. Red-Bull-Air-Race Pilot Matthias Dolderer (D-Lechner Racing Team) landete erdnah auf P15.

In R 2 zeigte Vieth schnell, daß der Gesamtsieg in 2012 nur über ihn gehen kann. Von P6 gestartet hatte er schon nach wenigen Runden Polesetter Steve Kirsch überholt, der wiederum seinen 2. Platz souverän gegen Fredrik Lestrup verteidigen konnte. Martin Heidrich konnte verdient endlich seinen Gentlemansieg sicher einfahren, nachdem auch einige Piloten auch mit einer Drive-Trough-Strafe wegen wiederholtem Überfahrens der weißen Streckenbegrenzungslinien bestraft wurde, darunter Henry Littig, Cora Schumacher, Erwin Piro, Franjo Kovac.
Leider konnte Dirk Lauth dies nicht für sich ausnutzen. Nach gutem Start verlor er erkämpfte Positionen und den linken Außenspiegel , nachdem vor ihm Jürgen Schmarl (A-Fast Forward Team Spicy), Nico Bastian in T1 drehte. Nach einigen Runden wurde er Opfer vom zweiten Neuling Dominik Schön (D- Flyeralarm Racing Team), wobei das "…alarm" wohl wörtlich genommen werden sollte, daß "Schön" weniger. Schon in R1 kam es zu unsanften Rangeleien Schöns mit Franjo Kovac (CRO). Schlimmer erwischte es Dirk Lauth nun in R2. Reinhard Nehls (D-Casley International) saugte sich mit Dominik Schön im Schlepptau erfolgreich auf der Parabolika an Dirk Lauth heran. Viel zu spät bremste Schön auf der Innenseite der Bremszone, Lauth erkannte dies rechtzeitig im einzig verbliebenen Außenspiegel und ließ entsprechend lange offen, während Nehls dadurch links vorbeikam. Schön schoß vorbei und wäre wohl in Stuttgart gelandet, wenn er nicht Nehls in Tür und Seitenteil gefahren wäre, um sich dort anzulehnen. Dirk Lauth konnte somit die Kurve eng fahren, aber der seinen MINI nicht unter Kontrolle bekommende Dominik Schön prallte von Nehls ab und auf das linke Vorderrad des MINI Nummer 44. Die gesamte Radaufhängung inkl. Federbein wurden zerstört, somit war das Rennen im Prinzip beendet. Wie leider so oft konnte der Verursacher mit geringem Schaden weiterfahren. Nach dem Rennen zur Rede gestellt erklärte Dominik Schön, daß er das ja nicht absichtlich mache und auf der Innenseite eben weniger Grip ist und es sich nicht so gut bremsen läßt. Aber wenn man die Theorie so beherrscht und sie dann nicht umsetzt, ist es wohl billigend in Kauf genommen, solche Unfälle zu provozieren. Kann auch jedem mal passieren, aber die Größe wenigstens "Sorry" zu sagen haben selbst die großen Profis, einige Neustarter wohl nicht !

Nun freut sich die gesamte MINI Challenge auf die Rennen am Sachsenring im Rahmen der GT 1 Weltmeisterschaft und der GT Masters !

 

Motorisierung

MINI John Cooper Works Performance Motor

  • Vierzylinder-Reihenmotor mit Twin-Scroll-Turbolader und Benzin-Direkteinspritzung
  • vorn quer eingebaut
  • Rennsport-Abgasanlage

Eckdaten

  • Hubraum: 1598 cm3
  • Leistung: 155 kW/211 PS
  • max. Drehmoment: 260 Nm
  • Kraftübertragung: Frontantrieb, Sechsgang-Handschaltgetriebe

Fahrwerk

Fahrwerk

  • Einzelradaufhängung, McPherson-Federbeine vorn,Zentrallenker-Hinterachse, EPAS (Electrical Power Assisted Steering)
  • 17 Zoll-Aluminiumfelgen (Borbet) im MINI CHALLENGE Design
  • in Zug-Druckstufe einstellbare Stoßdämpfer (KW Automotive), verstellbare Federbein-Domstrebe vorn
  • Rennsport-Bremsanlage, rennspezifische ABS-Konfiguration
  • Sperrdifferenzial, Rennsport-Reifen (Dunlop)

Karosserie

Karosserie

Heck
  • John Cooper Works Aerodynamik Paket
  • verstellbarer Heckflügel
  • Heckdiffusor
  • Luftdruck-Hebevorrichtung zur Beschleunigung des Reifenwechsel-Vorgangs
  • min. Startgewicht: 1170 Kilogramm (einschließlich Fahrer)

Sicherheit

Sicherheit

interior
  • eingeschweißter Überrollkäfig
  • Sechspunkt-Sicherheitsgurt
  • automatische Feuerlöschanlage
  • Rennsportsitz inklusive Head And Neck Support(HANS)-System

Fahrleistungen

Fahrleistungen

Front
  • Beschleunigung (0-100 km/h) in 6,1 Sekunden
  • Höchstgeschwindigkeit: 240 km/h
  • Verzögerungswerte (100-0 km/h): 3,1 Sekunden bzw. 31 Meter