Sponsoren AUTEC Leichtmetallräder Wagner Tuning Becker & Beckmann Ravenol
Rennbericht MINI Challenge Sachsenring (ADAC GT Masters 13.-15.5.11)
Dienstag, den 17. Mai 2011 um 11:45 Uhr
Sachsenring, die "grüne Hölle" des Ostens, für Berliner fast ein Heimgrandprix (Danke an die zahlreich angereisten Sponsoren, Freunde und Fans) ! Und natürlich für Teamkollege Steve Kirsch, der dort Lokalmatador ist und als Fahrinstrukor arbeitet.
Wie immer war der Fanandrang in Sachsen an allen 3 Tagen sensationell, es gab mit der GT 1 Weltmeisterschaft, der ADAC GT Masters und natürlich der MINI Challenge großartigen Rennsport zu sehen.










Der starke Schwede Fredrik Lestrup konnte mit 6 Hundertsteln Vorsprung die Pole Position vor den beiden Vorjahressiegern Steve Kirsch (D-Frensch Power Motorsport) und Jürgen Schmarl (A) auf 3 erringen. Einen hervorragenden 4.Startplatz konnte Gentleman Henry Littig noch vor seinen starken GIGAMOT Teamkollegen, Nico Bastian und Hendrik Vieth (beide mit Platzierungsgewichten) behaupten. Als zweitbester Gentleman startete Dirk Lauth, allerdings unzufrieden, auf P 11.
Cora Schumacher und Ihr Teamkollege Franjo Kovac (BESAPLAST) wurden mit dem Sachsenring an diesem Wochenende nicht warm, so daß P 17 und P 18 vor dem Gastfahrer und Moderator Maxi Engert heraussprangen.

Vor beeindruckender Zuschauerkulisse startete die MINI Challenge am Samstagnachmittag. Drängeleien am Start führten zu einigen "Rasenausflügen". Bei der Einfahrt ins Omega kam es zu einer unglücklichen Berührung von Dirk Lauth, der kurz den MINI neben der Strecke fangen mußte, und Martin Heidrich, wodurch Heidrich gedreht wurde und einige Plätze verlor und der MINI von Dirk Lauth mit stark verstellter Spur und leichtem Frontschaden nicht mehr konkurrenzfähig war. Bei der Abfahrt zur Kartbahnkurve drängten sich dann Matthias Gamauf (A-Lechner Racing)), Max Partl und Erwin Piro (beide D- Piro Motorsport) hinter Dirk Lauth, der waidwund in der folgenden Linkskurve Platz zum Überholen bot, aber dabei von Max Partl hinten links getroffen wurde evtl. traf er auch gleichzeitig Piro links, so daß Erwin Piro in voller Fahrt den Vorderwagen von Dirk Lauth zerstörend ins Kiesbett flog. Ausfall für beide ! Durch diese Kurve passen keine 4 Autos, selbst wenn einer Platz macht ! Natürlich fahren wir alle Rennen, aber Platz zum "Leben lassen" in beiden Situationen, für jemanden der schon sichtbar in Bedrängnis ist, sollte aus sportlicher Sicht eigentlich möglich sein und hätte beide Unfälle vermieden !........Das alles führte zu einer, wodurch auch immer ausgelösten, Untersuchung durch die Sportkommissare in deren Folge eine Strafe für Dirk Lauth für die Situation in der Omegakurve ausgesprochen wurde. Aufgrund des Videomaterials der Rennleitung konnte dort die 2. Situation nicht vollständig bewertet werden. Eigenartigerweise wurde kein anderer beteiligter Fahrer vorgeladen oder auch nur befragt. Anhand des nun vorliegenden Videomaterials können sie sich ein eigenes Bild machen.

Dank des unermüdlichen Einsatzes des Teams von Frensch Power Motorsport war der MINI mit der Startnummer 44 noch am späten Samstagabend wieder rennfertig, so dass Dirk Lauth im Sonntagsrennen starten konnte.

Das Rennen an der Spitze wurde von einer Jagd des Nico Bastian bestimmt, welcher sich erfolgreich von P 5 bis auf den 2.Platz vorkämpfte und in den letzten Runden Polesetter Fredrik Lestrup (Casley International) das Leben schwer machte. Schlußendlich konnte dieser aber seinen ersten Sieg in der MINI Challenge retten. Der gefeierte Lokalmatador Steve Kirsch vervollständigte das Podium. Der Gentleman-Pokal ging verdient an einen starken Henry Littig auf P7. Taktisch "erkämpfte" sich Tabellenführer Hendrik Vieth die Poleposition für das 2. Rennen mit P 6.

Diese Position konnte Vieth in R 2 allerdings nicht halten. Nach "geordnetem" Start kam Martin Heidrich von P17 gestartet besser durch das Feld als Dirk Lauth von P 18. Die folgenden 4 oder 5 Überholmanöver (siehe Video) führten zum Abriß des Feldes mit einem Abstand der länger als die Start-Ziel-Gerade war. Eine Aufholjagd durch Lauth folgte. Noch in der ersten Runde, bei der Abfahrt auf die schnelle Sachsenkurve, verlor Henry Littig seinen MINI und schlug unsanft in die Leitplanke ein. In Runde 7 konnte Thorsten Fischer (D-Flyeralarm Racing Team) sein Fahrzeug bei der Fahrt über die Kuppe in Turn 11-12 nicht halten und verunfallte stark. Durch konstant gute Rundenzeiten überholte Dirk Lauth noch Max Partl, Thomas Tekaat und Reinhard Nehls und konnte endlich auf Michael Menden und Martin Heidrich aufschliessen. Leider wurde die Aufholjagd auf P 9 durch Rennabbruch nach dem schweren Einschlag des Polen Maciek Steinhof (PL-Lechner Racing) in Turn 11 (ohne Fremdeinwirkung) beendet. Durch die Regel, daß bei Rennabbruch die Überfahrt der vorherigen Runde gewertet wird, behielt der verunfallte Steinhof sogar seinen 3. Platz. Eine sportlich recht eigenartige Regel, das der verunfallte Abbruchverursacher auch noch auf dem Podium gewertet wird. In der MotoGP wurde das schon anders gehandhabt. Ein Rennende hinter dem Safety-Car oder der gesamten Runde unter "Gelb" hätte ein anderes Podium und eine andere Punkteverteilung ergeben. Somit konnten die GIGAMOT Fahrer Nico Bastian als Sieger und Hendrik Vieth auf P 2 auf dem Podium feiern, da es trotz zahlreicher Unfälle auch keine Verletzten gab. Maciek Steinhof steht noch unter ärztlicher Beobachtung, es geht ihm aber gut.

Weiter geht es im Rahmen des 24 h Rennens in der "grünen Hölle" auf der Nordschleife und dem Nürburgring Grand Prix Kurs am 23.-26.07.11 !

2 Links
 

Motorisierung

MINI John Cooper Works Performance Motor

  • Vierzylinder-Reihenmotor mit Twin-Scroll-Turbolader und Benzin-Direkteinspritzung
  • vorn quer eingebaut
  • Rennsport-Abgasanlage

Eckdaten

  • Hubraum: 1598 cm3
  • Leistung: 155 kW/211 PS
  • max. Drehmoment: 260 Nm
  • Kraftübertragung: Frontantrieb, Sechsgang-Handschaltgetriebe

Fahrwerk

Fahrwerk

  • Einzelradaufhängung, McPherson-Federbeine vorn,Zentrallenker-Hinterachse, EPAS (Electrical Power Assisted Steering)
  • 17 Zoll-Aluminiumfelgen (Borbet) im MINI CHALLENGE Design
  • in Zug-Druckstufe einstellbare Stoßdämpfer (KW Automotive), verstellbare Federbein-Domstrebe vorn
  • Rennsport-Bremsanlage, rennspezifische ABS-Konfiguration
  • Sperrdifferenzial, Rennsport-Reifen (Dunlop)

Karosserie

Karosserie

Heck
  • John Cooper Works Aerodynamik Paket
  • verstellbarer Heckflügel
  • Heckdiffusor
  • Luftdruck-Hebevorrichtung zur Beschleunigung des Reifenwechsel-Vorgangs
  • min. Startgewicht: 1170 Kilogramm (einschließlich Fahrer)

Sicherheit

Sicherheit

interior
  • eingeschweißter Überrollkäfig
  • Sechspunkt-Sicherheitsgurt
  • automatische Feuerlöschanlage
  • Rennsportsitz inklusive Head And Neck Support(HANS)-System

Fahrleistungen

Fahrleistungen

Front
  • Beschleunigung (0-100 km/h) in 6,1 Sekunden
  • Höchstgeschwindigkeit: 240 km/h
  • Verzögerungswerte (100-0 km/h): 3,1 Sekunden bzw. 31 Meter