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Aufstieg mit Hindernissen
Mittwoch, den 17. August 2011 um 10:47 Uhr
Rennwochenende beim Oldtimer Grand Prix in einer geschichtsträchtigen Atmosphäre des Motorsports….immer ein Erlebnis für alle Beteiligten und die vielen Zuschauer, leider oft getrübt durch das Wetter am Nürburgring.
Am Freitag beim Freien Training im Trockenen wurde noch einiges ausprobiert, was beim Qualifying dann aber im Regen logischerweise nicht fruchtete. In der 3. Runde hat Dirk Lauth seine Bestzeit gesetzt, die lange Zeit P 7 bedeutete. Bei abtrocknenden Bedingungen war es aber zu spät noch auf Slicks zu wechseln. Andere taten dies wesentlich früher und hatten dann Glück, für die 44 blieb Startposition 12.

13.08.11-kein Freitag, aber eben der 13. ! Wie so oft am Nürburgring schlug das Wetter im Vorstart um…Regen ! In der Startaufstellung wechselten 18 der 20 MINIs auf Regenreifen. Das Team „Frensch Power Motorsport“, durch akute Krankheitsfälle Stunden vorher dezimiert (Genesungsgrüße an Andreas im Krankenhaus !), hatte alle Hände mit den MINIs von Steve Kirsch und Dirk Lauth zu tun. Durch die Hilfe von Mechanikern anderer Teams gelang der Reifenwechsel pünktlich (Nochmals „Danke“ an die helfenden Hände !).

Mit Trocken-Setup und Regenreifen ging es nach 2 Einführungsrunden beim Start für die Nummer 44 schon um einige Positionen nach vorn, welche in der ersten Schikane nach Start-Ziel gleich wieder verloren wurden, da Dirk Lauth eine Kollision verhindern mußte, da Dominik Schön vor ihm von Erwin Piro gedreht wurde. Turbulent ging es bis hinunter zur Dunlop-Kehre, wo aber schon P9 erreicht war. Sofort konnte Dirk Lauth auf Martin Heidrich und Erwin Piro aufschließen. Bei diesen nassen Bedingungen lief diesmal die 44 sehr gut und vor allem auf der Bremse war einiges ggü. den Vorausfahrenden machbar. Beim Anbremsen der NGK Schikane (Formel 1 Variante des Nürburgrings) in der 3. Runde konnte sich Dirk Lauth an beiden MINIs von Piro Sports vorbeibremsen. Offensichtlich hatte Erwin Piro, der erstere von beiden, nicht mit dem Angriff gerechnet bzw. den Rückspiegel nicht benutzt. Er traf den MINI von Dirk Lauth, der mittlerweile vor ihm in die Schikane einbog an der Beifahrertür, so daß er spektakulär abprallte, dabei aber nochmals das Heck der 44 touchierte, so daß Dirk Lauth das Fahrzeug noch abfangen und dabei den Schikanenausgang abkürzen mußte. Ein Vorteil entstand dadurch nicht, da sowohl Heidrich als auch Piro vor der Schikane schon überholt waren (machen Sie sich selber ein Bild). Auf P 7 konnte sich die 44 dann schnell bei diesen schwierigen Bedingungen sehr deutlich von Martin Heidrich und Henry Littig, sowie dem Rest des Feldes absetzen und fuhr kontinuierlich hinter dem Gesamtdritten Fredrik Lestrup, der mit Regen-Setup unterwegs war, mit der Spitze mit. Auf dieser Position 7 als „Bester Gentleman“ und auch von den Rundenzeiten als „schnellster Gentleman“ recht sicher unterwegs, desillusionierte Dirk Lauth dann eine Drive Trough Strafe wegen Verursachung eines Unfalles !? Die Rennleitung hatte den Vorfall anders beurteilt, obwohl das Schadenbild, als auch die Onbordvideos eine andere Sprache sprechen. Natürlich ist das von außen und mit den Mitteln der Rennleitung und unter der evtl. Beschreibung des Ausgefallenen recht schwierig, aber nun griff die Drive Trough Strafe natürlich sofort in den Rennverlauf ein (wie ein nicht regelgerecht erzieltes, aber dennoch gegebenes Tor oder Elfmeter beim Fußball, …das kann man normalerweise auch nicht zurücknehmen. Wie denn auch das Geschehene nachträglich ändern !? ). Durch den schon erarbeiteten Vorsprung fiel Dirk Lauth dadurch zwar nur um 2 Positionen zurück, aber die Champagnerdusche fiel aus, Martin Heidrich „erbte“ wieder einmal den Pokal, erkämpfte Punkte waren futsch, die Startposition für das 2. Rennen war schlechter. Das trübte die Stimmung, dennoch erlaubte die Erkenntnis über ein ansonsten sauberes schnelles Rennen Lichtblicke in der Performance.

Sonntag waren dann die Himmelsschleusen deutlich geöffnet, Regenreifen und Setup waren gesetzt. Guter Start von P 9, aber durch die neue vorverlegte Startlinie am Nürburgring leider ohne Platzgewinn. Nach der 1. Schikane konnte Dirk Lauth, den MINI von Henry Littig schon ausbeschleunigen, wurde dann aber ausgangs der Fordkurve aufgrund der schlechteren Seite ausgekontert. Littig überholte dann in der Dunlopkehre noch Heidrich, hinter denen Dirk Lauth in den ersten Runden die Regenreifen etwas schonte um gegen Mitte des Rennens Angriffe zu setzen. Nach hinten konnte sich diese Dreiergruppe sehr schnell absetzen und wurde nur noch vom Thomas Tekaat überholt. Die folgenden Angriffe auf Martin Heidrich und dessen extreme Kampflinie über zig Runden führte dazu, daß sich Henry Littig etwa 1 s absetzen konnte. Die bei allen abbauenden Regenreifen, bei Dirk Lauth auch ehrlicherweise der Kampf mit dem Setup und die „Kopfsache“ wegen des Vortages, führte zwar zu allerlei spektakulären Kämpfen und Drifts, aber nicht mehr zu Positionsverschiebungen. Allerdings konnte Max Partl deswegen die Lücke noch zufahren, ohne aber noch vorbeiziehen zu können. P 9 und noch einige Punkte in der Gesamtwertung in diesem Rennen.

In der Endbetrachtung gab es Lichtblicke in der Performance. Es konnten einige Duftmarken gesetzt werden, aber das Glück ist in dieser Saison noch nicht auf der Seite von Dirk Lauth. Dennoch sind die Top Ten erst einmal wieder aus eigener Kraft erreichbar, trotz der ärgerlichen Aus- und Vorfälle in diesem Jahr !

Das GT Masters Finale am Hockenheimring mit der MINI Challenge (30.09.11 – 02.10.11) verspricht ein spannendes Rennwochenende zu werden. Zwar nicht schön für die Zuschauer, aber ein bisschen Regen wäre dort nicht schlecht ;o) !

 

Motorisierung

MINI John Cooper Works Performance Motor

  • Vierzylinder-Reihenmotor mit Twin-Scroll-Turbolader und Benzin-Direkteinspritzung
  • vorn quer eingebaut
  • Rennsport-Abgasanlage

Eckdaten

  • Hubraum: 1598 cm3
  • Leistung: 155 kW/211 PS
  • max. Drehmoment: 260 Nm
  • Kraftübertragung: Frontantrieb, Sechsgang-Handschaltgetriebe

Fahrwerk

Fahrwerk

  • Einzelradaufhängung, McPherson-Federbeine vorn,Zentrallenker-Hinterachse, EPAS (Electrical Power Assisted Steering)
  • 17 Zoll-Aluminiumfelgen (Borbet) im MINI CHALLENGE Design
  • in Zug-Druckstufe einstellbare Stoßdämpfer (KW Automotive), verstellbare Federbein-Domstrebe vorn
  • Rennsport-Bremsanlage, rennspezifische ABS-Konfiguration
  • Sperrdifferenzial, Rennsport-Reifen (Dunlop)

Karosserie

Karosserie

Heck
  • John Cooper Works Aerodynamik Paket
  • verstellbarer Heckflügel
  • Heckdiffusor
  • Luftdruck-Hebevorrichtung zur Beschleunigung des Reifenwechsel-Vorgangs
  • min. Startgewicht: 1170 Kilogramm (einschließlich Fahrer)

Sicherheit

Sicherheit

interior
  • eingeschweißter Überrollkäfig
  • Sechspunkt-Sicherheitsgurt
  • automatische Feuerlöschanlage
  • Rennsportsitz inklusive Head And Neck Support(HANS)-System

Fahrleistungen

Fahrleistungen

Front
  • Beschleunigung (0-100 km/h) in 6,1 Sekunden
  • Höchstgeschwindigkeit: 240 km/h
  • Verzögerungswerte (100-0 km/h): 3,1 Sekunden bzw. 31 Meter