Sponsoren AUTEC Leichtmetallräder Wagner Tuning Becker & Beckmann Ravenol
24 h Nordschleife – Das Rennen für die Startnummmer 146
Montag, den 28. Mai 2012 um 09:44 Uhr
Weit über 170 Rennwagen waren zum größten, spektakulärsten 24 h Rennen gemeldet. Darunter in der neuen Klasse SP2T ( bis 1600 cm² Turbomotoren) allein 5 MINI (siehe letzte NEWS).

Hitoshi Gotoh, Steffen Schmid und Dirk Lauth auf dem s.i.g. motorsport MINI (R56) mußten das Freie Training und die Qualifyings dazu nutzen am Setup zu arbeiten und die neuen Hankook-Reifen zu „verstehen“. Das führte zu stetigen Verbesserungen der Rundenzeiten durch alle 3 Fahrer. Da der eigentliche Einsatzwagen für die 24 h beim VLN-Lauf vor 4 Wochen unverschuldet total zerstört wurde, mußten wir mit dem Vorjahres-MINI starten, der durch die Truppe um Lothar Sausemuth und Daniel Schumacher in Rekordzeit reanimiert wurde. Leider mußten wir den VLN-Heckspoiler aufgrund eines drohenden Protestes eines „Mitbewerbers“ abbauen, was in langen Kurven nicht hilfreich war, um sehr gute Rundenzeiten zu erzielen. In der allerletzten Runde setzte dann Steffen mit einer 10:10 min die Qualizeit, gleichbedeutend mit Startplatz 112.

Den Start fuhr dieses Jahr Dirk Lauth. Die Einführungsrunde und der Trubel in der Startaufstellung mit abertausenden Fans förderte natürlich die Gänsehaut. Mit Übersicht und gebotenem Überblick wurde die erste Rennrunde absolviert, keine Berührungen, keine Unfälle…trotzdem nicht übermäßig passiv, so daß der eine oder andere leistungstärkere Aston Martin, Porsche oder BMW gar schon auf der Grand Prix Strecke überholt werden konnte. Leider wurde das Rennen von vielen vergleichsweise aggressiv angegangen, obwohl es neu wäre, daß man ein 24 h Rennen in den ersten Runden gewinnt. Aus diesem Grund gab es zahlreiche Unfälle in den ersten 2 Stunden und damit viele Gelbphasen. Leider traf es auch den BESAPLAST MINI auf der Zufahrt zur „Hohen Acht“ in der 2. Runde. Problematisch ist hier nach wie vor die Kombination aus leistungsstarkem Fahrzeug und nicht ganz so leistungsstarkem Fahrer. Viele trauen sich hier anscheinend mehr zu, als sie beherrschen … ganz besonders, wenn dann „kleinere“ Fahrzeuge schneller sind. Außerdem gab es vergleichsweise viele Reifenschäden in den ersten 2 Stunden, vermutlich durch die gestiegenen Temperaturen und die vielen Gelbbereiche verbunden mit den Trümmern auf der Strecke. Zum ersten Fahrerwechsel auf Gots hatte Dirk Lauth fast 30 Plätze gut gemacht. Der 2. Stint lief problemlos. Bei der Fahrt in die Nacht dann eine Schrecksekunde. Steffen hatte schon in der Out-Lap einen Reifenschaden vorne links, und nun einige Runden später einen Reifenplatzer nach der Döttinger Höhe, im Tiergarten…an einer der schnellsten Stelle der Nordschleife…bei 240 km/h…explodierte der linke Vorderreifen. Dem Können Steffen Schmids und einigen Schutzengeln sei Dank, sah der MINI für diesen Abflug vergleichsweise gut aus. Hinten leicht eingeschlagen, Spoiler weg, Spurstangen krumm. Die Reparatur durch das s.i.g. Team dauerte mit ca. 40 min etwa halb so lang, wie der Transport des MINI zum Teamzelt. Trotzdem natürlich mehr als 2 Stunden (ca. 13 Runden, damit P 1xx) verloren, aber wir waren noch dabei. Dirk Lauth schaute, schon im MINI sitzend, Teile des Dramas des FC Bayern München im TV im Teamzelt. Die ersten 2 Runden wurden dann besonders aufmerksam und soft angegangen, bis das gewünschte Renntempo wieder eingestellt wurde. Währenddessen mußte der Mitbewerber -MINI von Schirra wegen eines Turbo-Schadens das Rennen aufgeben. Der Rest der Nacht lief für die 146 problemlos. Morgens gegen 6 Uhr, Dirk saß zum 3. Mal, im MINI, begann es dann zu regnen. Vorerst nur leicht auf der GP-Strecke, so daß Dirk auf Slicks blieb, bei kaum sinkender Rundenzeit. Dank fehlender Informationen aus dem MINI-Coupé (145) und der Entwicklung des Regens holte sich die 145 mind. eine Runde zu spät Regenreifen, da der Regen dann Großteile der Nordschleife erreichte, wertvolle Minuten gingen verloren. Aber mit dem MINI machte es dann Spaß, die „Großen“ auf der Nordschleife zu überholen. Trotzdem ein kleiner Dreher im Breitscheid, der etwas den Auspuff in der Halterung verschob. Beim kleinen Reparaturstop wurde gleich frühzeitig auf Hitoshi Gotoh „Gots“ gewechselt. Mittlerweile waren wir auch schon wieder unter den besten 80. Für Dirk Lauth ging es noch einmal ins „Bett“ um fit für den letzten Stint zu sein. Beim Erwachen gegen 10 Uhr dann Verwunderung, daß die Rundenanzahl (80) nicht mit dem Marschplan Schritt gehalten hatte. Was war passiert ? Ausfall, Reparatur, Schaden ? Im Teamzelt dann die traurige, erschreckende Nachricht. Ausgangs der Fuchsröhre verlor unser Japaner neben der Ideallinie auf feuchtem , öligen Asphalt, mittlerweile wieder auf Slicks, den MINI und landete nach Überschlag auf der Leitplanke. Hitoshi Gotoh „Gots“ bestätigte schnell über Funk, daß ihm nichts ernstes passiert sei. Selbstverständlich wurde er zur medizinischen Untersuchung in die Klinik gebracht: Prellungen der Rippen, der rechten Hand und am Fuß. Die Fernsehbilder bestätigten den Totalschaden des Fahrzeuges. Natürlich waren wir alle glücklich und froh, daß unserem Mitstreiter nichts ernstes geschehen ist, ein weiterer Beweis für die Sicherheit des MINI-Rennwagens. Das Rennen war natürlich für die 146 vorbei, in diesem Jahr also keine Zielankunft. Dieses Schicksal teilten wir allerdings mit weiteren 4 der 5 gestarteten MINIs, denn nur 1,5 h vor dem Ende ereilte das MINI-Coupé (145) einen Kupplungschaden. Die MINI Fahnen hoch hielt damit der Partl-Motorsport MINI, der ohne technische Probleme und Blessuren, die 24 h abspulte. Hermann Bock, Max Partl und Jörg Weidinger errangen damit den erfreulichen 2. Platz in der SP2T zwischen den beiden werkseingesetzten Peugeot RCZ Coupés. Herzlichen Glückwunsch !

Und natürlich auch einen herzlichen Glückwunsch an die Gesamtsieger, das AUDI Team Phoenix, die damit den ersten AUDI-Sieg bei diesem sensationellen Rennen markierten.

Vielen Dank für Ihren unermüdlichen Einsatz an ALLE JUNGS vom TEAM, danke an alle im Team die im Hintergrund ermöglichten das wir dieses Rennen bestreiten können. ( Ich nenne hier extra keine Namen, aus Angst jemanden zu vergessen…ich meine einfach ALLE )

Vielen Dank aber auch an die Organisatoren, doch insbesondere an die vielen ehrenamtlichen Helfer und Streckenposten, die alles für dieses Rennen geben.

Vielen Dank an die Hunderttausende von Fans, die diesem Rennen das Besondere verleihen.

Vielen Dank an die Sponsoren (hier besonders von Dirk Lauth an FLENNOR Automotive –„ sorry, daß wir Euch allen am Sonntag keine Show mehr bieten konnten“) und alle „Daumendrücker“…..vielleicht bin ich ja nächstes Jahr wieder dabei !?

 

Motorisierung

MINI John Cooper Works Performance Motor

  • Vierzylinder-Reihenmotor mit Twin-Scroll-Turbolader und Benzin-Direkteinspritzung
  • vorn quer eingebaut
  • Rennsport-Abgasanlage

Eckdaten

  • Hubraum: 1598 cm3
  • Leistung: 155 kW/211 PS
  • max. Drehmoment: 260 Nm
  • Kraftübertragung: Frontantrieb, Sechsgang-Handschaltgetriebe

Fahrwerk

Fahrwerk

  • Einzelradaufhängung, McPherson-Federbeine vorn,Zentrallenker-Hinterachse, EPAS (Electrical Power Assisted Steering)
  • 17 Zoll-Aluminiumfelgen (Borbet) im MINI CHALLENGE Design
  • in Zug-Druckstufe einstellbare Stoßdämpfer (KW Automotive), verstellbare Federbein-Domstrebe vorn
  • Rennsport-Bremsanlage, rennspezifische ABS-Konfiguration
  • Sperrdifferenzial, Rennsport-Reifen (Dunlop)

Karosserie

Karosserie

Heck
  • John Cooper Works Aerodynamik Paket
  • verstellbarer Heckflügel
  • Heckdiffusor
  • Luftdruck-Hebevorrichtung zur Beschleunigung des Reifenwechsel-Vorgangs
  • min. Startgewicht: 1170 Kilogramm (einschließlich Fahrer)

Sicherheit

Sicherheit

interior
  • eingeschweißter Überrollkäfig
  • Sechspunkt-Sicherheitsgurt
  • automatische Feuerlöschanlage
  • Rennsportsitz inklusive Head And Neck Support(HANS)-System

Fahrleistungen

Fahrleistungen

Front
  • Beschleunigung (0-100 km/h) in 6,1 Sekunden
  • Höchstgeschwindigkeit: 240 km/h
  • Verzögerungswerte (100-0 km/h): 3,1 Sekunden bzw. 31 Meter