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“Lahmende Kuh“ statt „Roter Bulle“
Dienstag, den 14. August 2012 um 13:26 Uhr
Da hat der Herr Matteschitz aber richtig in die Kasse gegriffen um den alten A1-Ring zu modernisieren. Eine Motorsportanlage auf höchstem Niveau, der es an nichts fehlt. Ein auf den ersten Blick einfaches Strecken-Layout, was sich dann aber durch die Berg-und-Tal-Fahrt als doch trainingsintensiv herausstellt. So hatten natürlich die MINI TROPHY Teams, welche vorher testeten die Nase vorn. So auch in der GT Masters, wo ja die Österreicher Siege und Podiumsplätze feiern konnten – Streckenkenntnis geht vor alles.

So war es für den Streckenneuling Dirk Lauth (44) im gewachsenen S.I.G. Motorsport-Team, immerhin wurden zusammen mit Partl-Motorsport 6 MINIs eingesetzt, im freien Training noch nichts verwunderliches sich im hinteren Tabellendrittel zu bewegen. Trotzdem die schnellste Qualifyingrunde dann schon 2 s Steigerung bedeutete, gelang dennoch mit P 15 nur der schlechteste Platz in 2012, nachdem das Qualifying nach einem Kiesbettbesuch von Steffie Halm frühzeitig abgebrochen wurde. Die Analyse zeigte, daß die Nummer 44 das langsamste Fahrzeug im ersten Sektor (2 Geraden bergauf – eine Kurve) und bei sämtlichen Geschwindigkeitsmesspunkten war. Nun gut, vielleicht lernt ja auch der Fahrer zu langsam !? Aber der Verlauf des ersten Rennens verwirrte dann noch mehr. Nach gutem Start lahmte der MINI schon beim ersten Bergaufstück, nach der 1. Runde nur Position gehalten. Nach der Hälfte des Rennens zog dann Cora Schumacher (22-ebenfalls S.I.G. Motorsport) einfach mal so vorbei. In Ihrem Schlepptau konnte Dirk Lauth dann an André Fleischmann (19) heranfahren und sich in Turn 3 das einzige Erfolgserlebnis dieses Rennens verschaffen, ihn in Turn 3 sauber auf der Bremse zu überholen. Nach viel Gram und Demotivation im MINI fiel leider erst 4 Runden vor Schluß auf, daß das DSC nicht ausgeschaltet war. Nach Deaktivierung des Fahrassistenzsystems fiel die Rundenzeit sofort um mehr als 1 s und war damit zu diesem Rennzeitpunkt konkurrenzfähig im Gesamtvergleich, aber eben auch zu spät im Rennverlauf – Platz 13. Der Sieg ging an Pole-Setter Thomas Tekaat vor Jürgen Schmarl und Steffie Halm.

Für sportliche Taxifahrten mit den Besuchern von FLENNOR Automotive reichte die Leistung dennoch, zumindest hatten alle Ihren Spaß und einen erlebnis- und eindruckreichen Samstag auf und neben der Rennstrecke, u.a. in der Startaufstellung der GT-Masters und in der MINI Lounge.

Die Hoffnung, der Grund der mangelnden Performance im Rennen sei gefunden, überwand dann bis zum Start des Sonntags-Rennen den Ärger über das schwache Ergebnis. Im Nachhinein muß man feststellen, daß die Analyse der Sektorzeiten und Geschwindigkeiten nach R1 nicht akribisch genug war. Nach Ausschalten des DSC verbesserten sich nur die Zeiten im technisch anspruchsvollen Sektor 2 und ein wenig in 3, aber im leistungsfordernden Sektor 1 wurde nichts besser, eher gegenteilig. Und das zeigte sich dann schmerzhaft ab Runde 2 im Rennen 2. Bei hochsommerlichem Wetter gelang ein sehr guter Start, so daß Dirk Lauth (44) nach der ersten Runde schon 10. war, aber dann ging es ja bergauf und somit für die Nummer 44 bergab in der Wertung. Nach und nach überholten die Konkurrenten, einige Male hart umkämpft, aber letztlich mit stumpfer Waffe, blieb nur der desaströse Platz 15. Auch in R2 siegte der Pole-Setter Steve Kirsch vor Steffie Halm und endlich, mit dem ersten Podium, Max Partl vom „Partner-Team“ Partl Motorsport. Glückwunsch !

Glückwunsch auch an alle anderen Teamkollegen und das S.I.G. Motorsport Team, Cora Schumacher –endlich wieder dabei- zu den guten Platzierungen in Ihrer Wahlheimat und Steven Fürsch zu seiner Super-Leistung an seinem ersten Rennwochenende, was leider in Rennen 2 durch einen unverschuldeten Unfall am Schluß etwas getrübt wurde.

Da es sich nach dem Motorschaden in Oschersleben um eine verhältnismäßig neue Maschine im MINI 44 handelt, die ja am Sachsenring hervorragend ihren Dienst tat, wird nun das S.I.G. Motorsport-Team auf Fehlersuche gehen um beim Heimrennen am Lausitzring / Eurospeedway beim GT Masters Weekend in 14 Tagen einen konkurrenzfähigen MINI mit der Nummer 44 am Start zu haben.

 

Motorisierung

MINI John Cooper Works Performance Motor

  • Vierzylinder-Reihenmotor mit Twin-Scroll-Turbolader und Benzin-Direkteinspritzung
  • vorn quer eingebaut
  • Rennsport-Abgasanlage

Eckdaten

  • Hubraum: 1598 cm3
  • Leistung: 155 kW/211 PS
  • max. Drehmoment: 260 Nm
  • Kraftübertragung: Frontantrieb, Sechsgang-Handschaltgetriebe

Fahrwerk

Fahrwerk

  • Einzelradaufhängung, McPherson-Federbeine vorn,Zentrallenker-Hinterachse, EPAS (Electrical Power Assisted Steering)
  • 17 Zoll-Aluminiumfelgen (Borbet) im MINI CHALLENGE Design
  • in Zug-Druckstufe einstellbare Stoßdämpfer (KW Automotive), verstellbare Federbein-Domstrebe vorn
  • Rennsport-Bremsanlage, rennspezifische ABS-Konfiguration
  • Sperrdifferenzial, Rennsport-Reifen (Dunlop)

Karosserie

Karosserie

Heck
  • John Cooper Works Aerodynamik Paket
  • verstellbarer Heckflügel
  • Heckdiffusor
  • Luftdruck-Hebevorrichtung zur Beschleunigung des Reifenwechsel-Vorgangs
  • min. Startgewicht: 1170 Kilogramm (einschließlich Fahrer)

Sicherheit

Sicherheit

interior
  • eingeschweißter Überrollkäfig
  • Sechspunkt-Sicherheitsgurt
  • automatische Feuerlöschanlage
  • Rennsportsitz inklusive Head And Neck Support(HANS)-System

Fahrleistungen

Fahrleistungen

Front
  • Beschleunigung (0-100 km/h) in 6,1 Sekunden
  • Höchstgeschwindigkeit: 240 km/h
  • Verzögerungswerte (100-0 km/h): 3,1 Sekunden bzw. 31 Meter