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RACING PUR…mit Höhen und Schäden
Montag, den 17. September 2012 um 19:36 Uhr
Martin Heidrich (18, links) und Dirk Lauth (44, rechts)
Spätsommerliche Tage am Nürburgring. Über Nacht etwas Regen, so daß morgens die Strecke noch größtenteils nass war. Dirk Lauth ging mit Regenreifen in das Qualifying, um erst einmal die Streckenverhältnisse zu checken. Eine gefahrene schnelle Runde reichte gar für die ersten 8 min zu Position 1. Aber das schnelle Abtrocknen durch die aufsteigende Sonne machte den Wechsel auf Slicks notwendig. Eine gute Runde nach dem leidlichen Aufwärmen (feucht und nur 10 Grad) reichte bei diesen glatten Verhältnissen lange Zeit für P4. Aber es war klar, daß die letzte Runde über die Startaufstellung entscheiden würde. Leider mußte der MINI 44 eben in dieser Runde in der Dunlop-Kehre die innere feuchte Bahn benutzen, da eine wesentlich langsamere Teilnehmerin eben auf die trocknere Außenbahn ausgewichen war. Damit P 7, nur 9/100 hinter dem Tabellenführenden Jürgen Schmarl.

„Leider“ für das ersehnte Regenrennen, wurde es dann doch noch ein schöner Spätsommertag, aber eben besonders schön für die zahlreich angereisten Gäste der Sponsoren FLENNOR Automotive und Merck Finck Privatbankiers. Am Morgen direkt von der Automechanika 2012 in Frankfurt/Main angereist konnten die Partner, Kunden und Mitarbeiter von FLENNOR aus ganz Europa, den echten FLENNOR MINI 44 begutachten. Auf der Messe war ja schon ein Double als Eyecatcher vertreten. Der gemeinsame Besuch der Startaufstellung des ADAC GT-Masters Rennens und das Rennen selbst gehörte, neben der ausführlichen Vorstellung der MINI TROPHY und des Rennfahrzeuges durch den Piloten Dirk Lauth, zu den Höhepunkten. In der MINI TROPHY Startaufstellung konnten alle kurz vor dem Rennen noch einmal Race-Luft schnuppern.

Der Start verlief gewohnt gut, so daß direkt Druck auf Steffie Halm ausgeübt werden konnte, diese aber innen abwehrte. Die gewählte Außenbahn auf gleicher Höhe führte dazu, daß Dirk Lauth etwas abgedrängt wurde und damit Henry Littig durchschlüpfen konnte, der aufs Härteste die neue Position einnahm. Im weiteren Rennverlauf (Video folgt) konnte sich ein glänzend zurecht kommender Andre Fleischmann sauber in der Mercedes-Arena durchsetzen. Auf P 10 gab es dann einen harten Zweikampf mit Cora Schumacher, der leider damit endete, daß Dirk Lauth in der vorletzten Runde in der Ford-Kurve durch sie gedreht wurde. Durch den mittlerweile großen Vorsprung auf die Verfolger konnte trotzdem P 11 erreicht werden. Mit einem Start-Ziel-Sieg setzte sich Polesetter Thomas Tekaat an die Spitze der Tabelle. Das Podium vervollständigten Max Partl und Jürgen Schmarl.

Am späten Sonntagnachmittag dann der Start von P11. Bis zur ersten Kurve konnte Cora Schumacher ausbeschleunigt werden. Durch die Mercedes-Arena ging es neben Littig rasant her, da ein heftiger Rempler zu spektakulären Drifteinlagen führte. Das nutzte Michael Menden, der mit mehr Schwung vorbeizog. Nach einigen Runden konnte dieser Platz wieder zurückerkämpft werden. Littig wurde vor dem Hatzenbachbogen überholt. Leider bremste Martin Heidrich, aufgrund von Bremsproblemen, sehr früh vor der letzten Kurve, so daß Dirk Lauth auffuhr. Diese Karambolage nutzend setzten sich Littig und Schumacher wieder vor Lauth. In der Mercedes-Arena dann der ShowDown : Littig kann die Linie nicht halten und fährt Cora Schumacher in die Seite, Littig fängt den MINI und fährt weiter, Schumacher steht quer auf der Fahrbahn und der direkt dahinter fahrende Lauth knallt ohne Chance im rechten Winkel in Coras-Fahrertür. Der FLENNOR MINI nimmt stark lädiert 11 s später das Rennen wieder auf, leider sind Halm und Schön mittlerweile durchgeschlüpft. Kühlflüssigkeit verdreckt Front- und Heckscheibe, Teile schleifen, aber die Temperatur ist noch im Rahmen, der Motor läuft noch, wenn auch die Rundenzeiten zurückgingen. Dominik Schön wird noch überholt und fast Anschluß zu Halm und Heidrich hergestellt. Trotz diesen aufregenden Ereignissen und dem damit verbundenen Zeitverlust mit dem waidwunden MINI 44 war es dann der 8. Platz mit nur 19 s Rückstand auf den Sieger Jürgen Schmarl bzw. nur 16 s aufs Podium, daß Ralf Martin und Steve Kirsch vervollständigten. Die Analyse ergab die 3-schnellste Rundenzeit hinter Schmarl und Halm – ein Rennen, in dem wesentlich mehr drin war, daß aber motorsportlich unheimlich viel Spaß. Der Motor mußte noch in der Auslaufrunde überhitzt abgestellt werden, da das gesamte Kühlsystem entleert war – hoffentlich erlebt er dann in 14 Tagen das Finale am Hockenheimring.

Danke an alle Fans, Besucher, Freunde und Sponsoren, sowie mein S.I.G. Motorsport-Team für das Daumendrücken, Aufmuntern, Vorbereiten und die Gratulationen für soviel Racing-Pur, was viele ja auch im Livestream verfolgten.

 

Motorisierung

MINI John Cooper Works Performance Motor

  • Vierzylinder-Reihenmotor mit Twin-Scroll-Turbolader und Benzin-Direkteinspritzung
  • vorn quer eingebaut
  • Rennsport-Abgasanlage

Eckdaten

  • Hubraum: 1598 cm3
  • Leistung: 155 kW/211 PS
  • max. Drehmoment: 260 Nm
  • Kraftübertragung: Frontantrieb, Sechsgang-Handschaltgetriebe

Fahrwerk

Fahrwerk

  • Einzelradaufhängung, McPherson-Federbeine vorn,Zentrallenker-Hinterachse, EPAS (Electrical Power Assisted Steering)
  • 17 Zoll-Aluminiumfelgen (Borbet) im MINI CHALLENGE Design
  • in Zug-Druckstufe einstellbare Stoßdämpfer (KW Automotive), verstellbare Federbein-Domstrebe vorn
  • Rennsport-Bremsanlage, rennspezifische ABS-Konfiguration
  • Sperrdifferenzial, Rennsport-Reifen (Dunlop)

Karosserie

Karosserie

Heck
  • John Cooper Works Aerodynamik Paket
  • verstellbarer Heckflügel
  • Heckdiffusor
  • Luftdruck-Hebevorrichtung zur Beschleunigung des Reifenwechsel-Vorgangs
  • min. Startgewicht: 1170 Kilogramm (einschließlich Fahrer)

Sicherheit

Sicherheit

interior
  • eingeschweißter Überrollkäfig
  • Sechspunkt-Sicherheitsgurt
  • automatische Feuerlöschanlage
  • Rennsportsitz inklusive Head And Neck Support(HANS)-System

Fahrleistungen

Fahrleistungen

Front
  • Beschleunigung (0-100 km/h) in 6,1 Sekunden
  • Höchstgeschwindigkeit: 240 km/h
  • Verzögerungswerte (100-0 km/h): 3,1 Sekunden bzw. 31 Meter