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Lauth gewinnt Vizemeister- und Gentlemen-Meisterschaft nach Spa-nnendem Finale
Samstag, den 10. Oktober 2015 um 18:08 Uhr
Dirk Lauth ist Vizemeister und Gentlemen-Meister 2015
Circuit de Spa-Francorchamps, eine Institution im Motorsport, hier möchte jeder Rennfahrer einmal Rennen bestreiten. Im Rahmen des Belgien-Race-Festival fand am vergangenen Wochenende hier das Finale der Deutschen Tourenwagen Challenge DTC / ADAC ProCar 2015 statt. Das "mini-racing-team" um Dirk Lauth, dass sich bereits in Zandvoort die Vizemeisterschaft der Teamwertung sichern konnte, hatte hier klar als Ziel die Vizemeisterschaft bei den Fahrern, als auch die divisionsübergreifende Getlemenmeisterschaft, für den Berliner zu sichern.

Nach seinem 3. Platz im 1. Qualifying sagte Dirk Lauth, der das erste Mal in Spa fährt : „Es ist eine wunderschöne, beeindruckende Strecke, die mir vom Layout eigentlich liegt, dennoch ist hier Erfahrung ein großer Vorsprung. Wir steigern uns beständig, dennoch fehlen immer noch 2 s.“

Nach dem fliegenden Start des Samstag-Rennens konnte sich die #44 in der 2. Runde, nachdem er den Schwung durch die Eau Rouge auf die lange Kemmel-Gerade mitnehmen konnte, in der 1. Les Combes Kurve neben Bernhard Wagner #55, seinen Verfolger in allen Wertungen, setzen. Wagner zog abrupt rüber, so dass es zur Kollision kam und dieser sich daraufhin selbst drehte. Dirk Lauth war somit auf P2 hinter Meister Steve Kirsch #41. Leider kam es Runden später in der Schikane vor Start-Ziel zu einem Unfall. Andreas Rinke, der noch um die Meisterschaft in der Division 2 kämpfte, verlor kurz die Kontrolle über seinen Citroen, nachdem er über einen hohen Curb flog, und traf den MINI #44 vorn links. Beide Fahrer fingen ihre Rennwagen nach mehrfachen Zusammenstößen wieder ein. Die Beschädigungen führten leider bei Rinke zum späteren Ausfall und damit zum Ende seiner Meisterschafts-Chancen. Zum Glück hatte Lauth zu diesem Zeitpunkt schon einen 17 s Vorsprung herausgefahren und entschloss sich diesen auch zu nutzen um sein Podium nicht zu gefährden. Nach dem Rennen stellte sich heraus, dass dies wohl den 2.Platz gerettet hat. „Der eingedrückte Kotflügel hat den Vorderreifen cm-tief aufgeschlitzt. Dirk merkte, dass etwas nicht in Ordnung ist und hat Tempo rausgenommen. Eine weitere Runde hätte das Ende bedeuten können. Ein glücklicher, enorm wichtiger 2.Platz für die Meisterschaften.“ so Ben Sieglinski - Mechaniker im mini-racing-team.

Die aufmerksamen Belgischen Rennkommissare sprachen zahlreiche Verwarnungen und auch Durchfahrtsstrafen in diesem Rennen aus, die das Feld in den anderen Divisionen schon durcheinander würfelte, bei den Challenge-MINIs gab es diesbezüglich nur Verwarnungen, die sich aber alle auf das verbotene Übertreten der „track limits“ bezogen.

Mit stetigen Steigerungen über alle Sessions konnte Dirk Lauth, mit dem vom Team reparierten MINI, im letzten Qualifying der Saison mit seiner besten Rundenzeit des Wochenendes Startplatz 2 erkämpfen. 7 Punkte Vorsprung in der Fahrerwertung und ca. 2 Punkte Vorsprung in der divisionsübergreifenden Gentlemen-Wertung, jeweils vor Bernhard Wagner, liessen ein taktisches, spannendes Rennen erwarten.

Bereits in „La Source“, der ersten Kurve, konnte Wagner, durch ein Zusammenspiel mit Teamkollege Steve Kirsch, an Lauth vorbeiziehen. In den weiteren Runden konnten sich Kirsch und Wagner langsam absetzen, begünstigt durch ein Div1 Fahrzeug vor Lauth. Auf der kalten, nur auf der Ideallinie trockenen Piste, hatte die #44 aber auch Probleme mit dem Grip, man hatte wohl nicht den idealen Luftdruck. In der Mitte des Rennens saugte sich dann auch Victoria Froß vorbei. Die Marschlinie stand aber schon vor dem Rennen fest, die Meisterschaftsplatzierungen sind zu verteidigen, keine sinnlosen Kämpfe, die das Beenden des Rennens gefährden könnten. Dazu durfte man nicht mehr als 7 Punkte auf Wagner verlieren, aber für den Sieg der Gentlemen-Wertung durfte auch maximal ein Fahrzeug zwischen Wagner und Lauth liegen. 3 Runden vor Schluß konnte sich dann Michael Heide #31, am Ende der Kemmel-Geraden vorbeibremsen. In Turn 11 setzte sich Lauth wiederum daneben, leider musste ihn Heide übersehen haben und touchierte ihn, wodurch er sich selbst drehte. Mit P4 im Finalrennen erreichte man kein Podium, aber „Ich weiß jetzt, dass man anders fährt, wenn man etwas zu verlieren hat, als jemanden zu jagen. Meine Jungs haben schon gestern tierisch geschwitzt in der Box, heute waren sie wohl dem Herzinfarkt nahe. Wir hatten eine sensationelle Saison mit zahlreichen Podiumsplätzen und nun der Vizemeisterschaft bei den Fahrern und bei den Teams und dem Sieg der divisionsübergreifenden Gentlemen-Meisterschaft der DTC/ADAC ProCar. Wir sind überglücklich und sehr stolz auf diese Ergebnisse im 2. Jahr des Bestehens unseres Teams. Möglich wurde diese Aufholjagd durch ein unbeugsames Durchhaltevermögen, gerade nach dem Unfall am Lausitzring, und die Unterstützung unserer Werbepartner und Fans - vielen Dank an alle Beteiligten ! Wir zusammen sind spitze !“so Lauth überglücklich nach dem Finale.

Im nächsten Jahr wird die DTC, der "Deutsche Tourenwagen Cup“, mit der „Super-Production-“ (Reglement wie die heutige Division 1) und „Production“-Klasse an den Start gehen. Dabei sind die „Production“Fahrzeuge etwas seriennaher, vor allem optisch, werden aber mehr Leistung als die bisherigen Challenge-MINIs haben. „Wir begrüssen die Änderungen in der DTC. Andere Fabrikate können kostengünstig in die „Production“Klasse einsteigen und so zu noch spannenderen Rennen beitragen. Nach etwas Feinschliff wird das neue Reglement bald final veröffentlicht, so dass wir zum nächsten Jahr mit der Unterstützung unserer bisherigen und hoffentlich neuer Werbepartner und Sponsoren, mit einem optimierten MINI an den Start gehen können um an unsere Erfolge anzuknüpfen.“ so Dirk Lauth, die „Nummer Vierundvierzig“, mit einem Ausblick auf 2016.

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Motorisierung

MINI John Cooper Works Performance Motor

  • Vierzylinder-Reihenmotor mit Twin-Scroll-Turbolader und Benzin-Direkteinspritzung
  • vorn quer eingebaut
  • Rennsport-Abgasanlage

Eckdaten

  • Hubraum: 1598 cm3
  • Leistung: 155 kW/211 PS
  • max. Drehmoment: 260 Nm
  • Kraftübertragung: Frontantrieb, Sechsgang-Handschaltgetriebe

Fahrwerk

Fahrwerk

  • Einzelradaufhängung, McPherson-Federbeine vorn,Zentrallenker-Hinterachse, EPAS (Electrical Power Assisted Steering)
  • 17 Zoll-Aluminiumfelgen (Borbet) im MINI CHALLENGE Design
  • in Zug-Druckstufe einstellbare Stoßdämpfer (KW Automotive), verstellbare Federbein-Domstrebe vorn
  • Rennsport-Bremsanlage, rennspezifische ABS-Konfiguration
  • Sperrdifferenzial, Rennsport-Reifen (Dunlop)

Karosserie

Karosserie

Heck
  • John Cooper Works Aerodynamik Paket
  • verstellbarer Heckflügel
  • Heckdiffusor
  • Luftdruck-Hebevorrichtung zur Beschleunigung des Reifenwechsel-Vorgangs
  • min. Startgewicht: 1170 Kilogramm (einschließlich Fahrer)

Sicherheit

Sicherheit

interior
  • eingeschweißter Überrollkäfig
  • Sechspunkt-Sicherheitsgurt
  • automatische Feuerlöschanlage
  • Rennsportsitz inklusive Head And Neck Support(HANS)-System

Fahrleistungen

Fahrleistungen

Front
  • Beschleunigung (0-100 km/h) in 6,1 Sekunden
  • Höchstgeschwindigkeit: 240 km/h
  • Verzögerungswerte (100-0 km/h): 3,1 Sekunden bzw. 31 Meter